Donnerstag, 12. November 2009

"Deins ist, was du siehst,

wenn du die Augen zumachst."


Das Nachbild. Man sieht kurz die komplementäre Umkehrung eines Bildes, wenn man die Augen schließt.
Dieses Interieur habe ich zur Zeit häufig im Blick. Auf der Heimreise vom Schienenfahrzeughersteller in Hennigsdorf. In der Business-Class der S-Bahn sind mir heute glatt die Augen zugefallen.
Meins sind also ein Stück Waggon der Baureihe 481 in Flieder und Teltow-Stadt in Schwarz.

Dienstag, 10. November 2009

Adios Insel


Diese Touristenkarte und eine frisch gepflückte Avocado vom Baum neben der Tür unserer Ferienwohnung hatte ich im Koffer, als meine damalige Freundin S. und ich am 10.11.89 vom nagelneuen Flughafen auf La Palma, Kanaren, den Rückflug nach Berlin antraten. Auf den Sitzen lag für jeden Passagier der Tagesspiegel mit einer ungewöhnlich großen und dramatischen Überschrift: "Die Mauer ist weg".

Samstag, 7. November 2009

Bleistift 2


Härte 4, an der Tellerschleifmaschine flach angespitzt, à la Modellbauer. Mein erster Post im Januar handelte vom Bleistift. In einem Kommentar erwähnte ich diese Variante des Anspitzens.
Zweck:
Man reißt mit einer Reißnadel die gewünschte Kontur auf das Werkstück und zieht die Linie mit dem Bleistift nach. Mit dieser flachen, harten Spitze läuft der Stift genau in der Furche des Risses. Der ist durch die Graphitspur jetzt gut zu sehen, und man kann fast auf den Zehntelmillimeter genau die Kontur herausarbeiten.

Mittwoch, 4. November 2009

Typo


Auf der Startseite von Google bilden heute Wallace und Gromit den Schriftzug des Titels aus verschiedenen Gegenständen. Dinge, die wie Buchstaben aussehen und umgekehrt. Hier aus meiner Sammeldose ein paar kleine Stanzteile aus Blech.

Schnee

Heute Gast beim Betriebsausflug ins Neue Museum. Keine Kamera dabei, wegen leichteren Reisens und vermuteten Fotografierverbots. Tut auch mal gut, mit dem unbewaffneten Auge zu sehen. Das hat in dem Haus genug zu tun. Auch die Blicke aus dem Haus raus sind nicht ohne. Draußen Schneegestöber.
Danach ins Zeughaus-Café. Ebenfalls umgestaltet, zumindest in den letzten zehn Jahren. Vom kühlen, weißen Saal zum dunkleren Salon in Geschenkpapiermuster. Kollege Peter kann sich vorstellen, hier die Weihnachtsfeier zu begehen, weil das Interieur aussieht, wie Zimt riecht.

Montag, 2. November 2009

Wer freudig den Winter wittert,


kriegt hier ein paar Flöckchen E. Borchers dazu:

Auf der Suche
nach etwas Schönem wie Schnee
ging ich leer aus
bis es des Wegs zu schneien begann

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wonderland


Der vorletzte Beitrag mit dem Fotoautomaten bekam seinen Namen, weil das Gerät der Eingang zum Land hinter den Spiegeln sein könnte.
Dachte an den Big Country-Song Wonderland als Untermalung. Das Cover der Maxi (von 1984) in auffallend ähnlichen Farben. Zufall hin oder her. Hier mal schnell ohne Retousche nach Scannen zusammengebraten.
Das Bild erinnert mich auch an die Hefte mit verschiedenfarbigem Klebepapier, das auf der Rückseite wie Briefmarken beschichtet war: Gewünschte Formen ausschneiden oder -reißen, anfeuchten und als Collage aufkleben. In der Grundschule im Malunterricht benutzt.
Big Country hatten oft schöne Cover für Ihre Scheiben. War auf zwei ihrer Konzerte Anfang der Achtziger und habe damals zwei von ihren LPs und diese Single hier rauf und runter gehört. Später ließen sie nach. Frontman Stewart Adamson wurde nach mehrmaligem Verschwinden am 16.12.01 erhängt in einem Hotelzimmer auf Hawaii gefunden.
Als Link empfehle ich unbedingt die Live-Version von Wonderland, weil sie der Maxi-Verion sehr ähnlich ist in kraftvollem Sound und musikalischen Elementen. Außerdem trägt Old Stewart da wie meistens etwas in Schottenkaro, aber diesmal einen bemerkenswerten Anzug in hellem Türkis mit großem schwarzen Plaid-Muster.

Montag, 26. Oktober 2009

Ernte


Die Früchte der japanischen Zierquitte kommen aus Hennigsdorf. Auf dem großen Werksglände gibt es einen Strauch dieser Pflanze. Ein Maronenbaum steht da auch irgendwo. Die Leser des befreundeten Magazins Balkon & Garten haben davon schon ein Bild gesehen.
Die kleinen Quitten verströmen einen angenehmen Geruch, ein bisschen wie man sich frische Wäsche vorstellt. Die Gabel habe ich nur als Größenmaßstab dazu gelegt. Ich werde die beiden in einem Blumenkasten auf meinem Balkon einbuddeln und hoffen, dass im nächsten Jahr etwas daraus wächst.

Samstag, 24. Oktober 2009

Wunderland


Unwahrscheinlich, ein Fotoautomat. Eher Bühnenbild, Kunstwerk oder Geheimeingang. Nächstes Jahr brauche ich einen neuen Personalausweis.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

blaue Wolken


Arme Nichtraucher. Schon wieder spielen Zigaretten hier eine wichtige Rolle. Aber dringender als vom Tabakrauch müssen wir Abschied vom Verbrennungsmotor und vom aktuellen Konzept des Individualautomobils nehmen. Das habe hier ich schon erwähnt. Wir mussten damals auch vom Faustkeil Abschied nehmen. An dieser Stelle aus Nostalgie noch ein besonders schönes Beispiel für historische Kraftfahrzeuge, der BMW 3.0 csi, gebaut von 1971-75.
Franz-Karl Maier fuhr genau so einen in Dunkelbau-metallic noch in den 80ern. Das war der Verleger des Tagesspiegels, bevor die Zeitung zu verschiedenen Unternehmensgruppen gehörte. Der distinguierte, hagere, alte Mann rauchte filterfreie Gelbe Sorte, flachovale Hardcore-Orient-Zigaretten, ebenfalls von Reemtsma produziert. Deswegen roch sein Büro immer nach Schwelbrand im Sofakissen.
Sein Alter und die Wahl seines Tabaks haben Maiers Schlag bei Frauen damals keinen Abbruch getan. Der BMW wahrscheinlich auch nicht.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Blaue Stunde


Reval. Seit ca. 80 Jahren Öko-Zigarette aus deutscher Produktion. Keine Zusatzstoffe. Aufdrucke: "natur rein, natürlich ohne Filter". Bei der Variante mit Filter ist schon mehr beigemischt. Im kurzen Wikipedia-Beitrag sieht man auch, wie die Nikotin- und Kondensat-Werte seit 1976 gemindert wurden.
In der Dämmerung ändern die Farben der Packung ihren Charakter. Das Blau strahlt heller und das Orange wird dunkel und ernst.
Akustischer Garniervorschlag: Bob Marley - Natural Mystic
 
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