Montag, 30. August 2010

Intermezzo


Es riecht von draußen zur Abwechslung nicht nach Shisha oder japanischen Haaren in Backwaren, sondern als ob jemand Köfte direkt vor meinem Fenster grillt. Finde heute jedes davon weder störend noch animierend. Hunger habe ich allerdings und muss gleich los. Wenigstens mal kurz anstoßen mit der Verlegerin von Balkon und Garten.
Auf dem Weg zu einem eher mauen Mahl im Bethesda, Dieffenbachstraße (danach musste ich erstmal was Extremes essen), habe ich gestern die Karre hier abgelichtet. Nicht mein Lieblingsmodell, aber was ich an den älteren Guzzis sehr schön finde, ist der geradlinige Motorblock. Bei den besten Moto Guzzi ist der Rest genauso kantig mit dem Lineal auf Karopapier entworfen, so wie ich das als Kind gemacht habe. Zum Beispiel die 850 LeMans. Eine steht hier in der Nähe rum und wird Euch demnächst mal präsentiert.

Montag, 23. August 2010

Sardellenpaste III


Heute mal wieder beim Edeka Kollwitzplatz zwischengelandet und die gute Sardellenpaste besorgt. Die Tube wurde umgestaltet.
Verständlich, dass das Firmenlogo größer gemacht wurde, aber sonst kann ich keine Verbesserung im Vergleich zu dieser finden.

Donnerstag, 19. August 2010

Name?

Dings © Harri Brill 2010
Gestern, verspätete Mittagspause beim Inder um die Ecke. Ich sitze als einziger der wenigen Gäste draußen unter einem der zwei großen Sonnenschirme. Alle Plätze im Freien sind überdacht, denn zwischen den beiden Schirmen steht eins von diesen weißen Dingern, das man hoffentlich auf der Faustskizze oben erkennen kann. Ein kurzer, heftiger Schauer kommt runter. Ich ziehe alle Teller und Schüsseln, die bei manchen indischen Restaurants zu einem Gericht gehören, näher zu mir und freue mich an meinem Platz im Trockenen, während es auf den Schirm prasselt.
Nach dem Bezahlen fragt mich der Kellner, wie man dieses Ding nennt, das weiße. Mir fällt kein Name ein. Heute steht es nicht mehr da.

Dienstag, 17. August 2010

schief und neu


"Billig kauft man zwei Mal", fiel mir ein, als letztens eine neue Zahnbürste fällig wurde. Auf dem Bild ist meine Neuerwerbung zu sehen, im Sinne der Bloghygiene hier natürlich noch unbenutzt. Eine Oral B Pro-Expert CrossAction, ziemlich genau doppelt so teuer wie ein durchschnittliches Wald- und Wiesenmodell mit einem halb so langen und lächerlichen Namen.
Aber der Einsatz hat sich gelohnt. Ich benutze sie jetzt seit einer Woche und bin sehr zufrieden, auch wenn der Kopf mit den Borsten wie die Frisur eines Manga-Fußballers bei Rückenwind aussieht.

Sonntag, 8. August 2010

Seifenkistenrennen


Vor ungefähr sechs Wochen fand am Mehringdamm das jährliche Seifenkistenrennen statt, am gleichen Tag wie das Bergmannstraßenfest gleich um die Ecke. Während beim Rennen fast mehr THW-Helfer an der Strecke waren als Zuschauer, platzte die Bergmannstraße vor Besuchern aus den Nähten. Kann man den konsumfreudigen Flaneuren nicht unbedingt verübeln, denn so ein Seifenkistenrennen ist für Außenstehende nur mäßig spannend. Die Bastler der Rennvehikel, ihre Piloten (Kinder und Jugendliche) und deren Angehörige hatten wahrscheinlich sehr viel mehr Spaß an der Sache. Sehr ausführliche Information zu diesem Sport bietet Wikipedia hier.

Sonntag, 1. August 2010

Grübchen II


Eher schon um Gruben handelt es sich bei diesen Golfball-Dellen der Innenverkleidung einer Kühlschranktür. Ich vermute, die guten alten Dimples sind nicht wegen der Isolierung dort zu finden, sondern um der großen Kunststoffläche trotz geringer Materialdicke Stabilität zu geben.

Freitag, 30. Juli 2010

schwarze Diva II


Hier sieht man das Blech zum Stiefelreinigen auf der Beifahrerseite. Eine vorstehende Kante und ein Schlitz - fertig.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Tipp

Heute Abend Eröffnung
19 Uhr
in der ifa-Galerie Berlin,
Linienstraße 139/140

A Gentil Carioca – Ein Kunstraum in Rio de Janeiro
Laura Lima, Marcio Botner und Ernesto Neto gründeten im Jahr 2003 einen Kunstraum im Zentrum Rio de Janeiros. Neun Künstlerinnen und Künstler, die der Kunstraum vereint, geben in einer gemeinsamen Inszenierung Einblick in die Arbeitsweise von "A Gentil Carioca".

Nach meinem ersten Eindruck locker und interessant. Es gibt unter anderem eine Mondlandefähre aus Abflussrohren mit James-Bond-Features, flammende Streetart, ein Zelt, das ich noch nicht ganz kapiert habe, zwei comicartig illustrierte Wände, bemalte Vinyl-LPs und überall kleine Sterne in der Gestaltvielfalt von Schneeflocke bis Hexagramm.

Donnerstag, 22. Juli 2010

schwarze Diva


Der Citroën Traction Avant aus dem Film "Diva" von Jean Jaques Beineix (1980) stand heute in der Linienstraße. Gebaut wurde dieses Modell von 1934-56.
"Diva" möchte ich eigentlich spontan jedem empfehlen, aber Ihr kennt ja wohl auch alle die Falle der verklärten Erinnerung an Filme, die man einmal sehr mochte, und mit denen man ein vergangenes Lebensgefühl verbindet. Also Vorsicht. Ich habe "Diva" schon zwanzig Jahr nicht mehr gesehen.
Kann sein, dass er mir heute nichts mehr sagen würde. Für mich Produkteseiner bleibt er trotzdem auf der Liste unbedingt-Mal-wieder-ansehen, denn er bewegt sich von einem wunderbar stilisierten Bild zum nächsten. Das machen ihm manche zum Vorwurf, aber ich stehe auf sowas, wenn mir auch die Gesamtstimmung des Filmes gefällt. Außerdem ist er mit seiner Stimmung und seinen Bildern ein Denkmal der etwas düstereren Achtziger. Sehr ausführlich und wissenschaftlich gibt es in diesem Vorlesungsskript die Theorie dazu hier.

Das Auto bietet aus der Nähe betrachtet einige schöne Features, z. B. die Frontscheibe, die sich zu Lüftungszwecken unten etwas nach vorne aufklappen lässt. Und das Alu-Blechteil unter der Fahrertür ist so konstruiert, dass man sich daran vor dem Einsteigen den Morast von den Stiefeln kratzen kann.

hier zur Einstimmung ein kurzer Clip aus "Diva"

Freitag, 9. Juli 2010

Tatort II


Schön mal wieder Auto zu fahren, sogar an diesem Freitagnachmittag bei 32°C. Ich hatte den Wagen gemietet, um ein paar Sachen aus meinem Ex-Keller zu holen.
Die Idee mit dem Entrümpeln hatten an diesem Tag anscheinend alle Bewohner des Hauses, denn als ich im Keller ankam, standen die Türen jedes einzelnen Verschlags offen. Aber kein Mensch zu sehen, und seltsam, dass einige der Vorhängeschlösser und verschiedene Gegenstände auf dem Boden lagen. Vielleicht ein Rohrbruch oder so, und die Handwerker hatten überall schnell rangemusst.
Dass hier ein Verbrechen vorlag, dämmerte mir erst, als in meinem Keller ein paar Kisten offen standen. Offenbar durchwühlt auf der Suche nach etwas halbwegs Kostbarem. Vergeblich allerdings. Es schien gar nichts zu fehlen. Ich war auch froh, dass kein fremder Kram dazu gestellt worden war. Soll auch schon vorgekommen sein.
Als gewieftem Amateur-Kommissar blieb mir natürlich keine andere Wahl, als die Profis zu rufen und am Tatort nichts zu verändern, womit mein ursprünglicher Plan hinfällig geworden war. Als die Kollegen nach einer Stunde immernoch nicht aufgetaucht waren, übergab ich die Wache an den einzigen Nachbarn, der inzwischen anwesend war, und brachte gerade noch rechtzeitig den Mietwagen zurück.

Interessant im Sinne der Produktgestaltung war, dass die vielen Vorhängeschlösser auf dem Boden unversehrt schienen. Die Einbrecher hatten entweder die dünneren Blechteile an den Verschlüssen durchgeschnitten oder die Angeln aus den Kellertüren getrieben.

Und falls jemand heute abend wirklich nicht das Endspiel sondern Tatort sehen will:
Es gibt einen alten Fall von 2008 mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf

Mittwoch, 7. Juli 2010

Toboggan


Schöner Tag heute: Schönes Wetter, schönes Datum, und eigentlich müsste ich mal raus an die Luft. Habe aber hier mal wieder in ein Wespennest gestochen.
Beim netten Trödelladen in der Sanderstraße stand dieser Schlitten rum.
Ich: Schöner Schlitten.
Brasilianische Trödellady: Und auch schön teuer.

Richtig schön finde ich ihn eigentlich nicht. Deswegen frage ich nicht nach dem Preis, sondern bitte nur um Fotoerlaubnis. Mich fesselt eher der Klappmechanismus, weil ich ihn nicht sofort kapiere. Wir finden dann zusammen raus, dass man die Schrauben ganz rausdrehen muss, um die gekrümmten Teile abnehmen zu können. Zu umständlich in der Praxis.

Aufgescheuchte Wespen: Wo sind meine anderen Posts für Schlitten auf diesem Blog versteckt, müsste hier mal aufräumen, was war noch alles am 7.7., Toboggan nie gehört, welcher Stamm waren nochmal die Algonkin.

Sled, sledge, sleigh sind neben toboggan andere englische oder amerikanische Wörter für Schlitten. Toboggan kommt von den Algonkin in Kanada. Bezeichnet aber wohl eher deren kufenlose Schlitten. Interessante (nicht gleichbedeutend mit "schöne") Zeichnung auf der verlinkten Wiki-Seite.

Sonntag, 4. Juli 2010

Die Kugel läuft weiter

Heute Abend auf Arte, 23:20 Uhr die Sendung "Design - Der Kugelschreiber Bic Cristal.(Müsste eigentlich Crystal heißen, glaube ich). Über den hier schon erwähnten Kugelschreiber.
 
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