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Donnerstag, 5. Dezember 2013

Kartengrüße

Postkartenset © Harri Brill 2013


Sah aus wie ein guter Stapel unbeschriebener Weihnachtskarten, am Tisch dahinten. Da krempelte jemand im übertragenen Sinne die Ärmel hoch, um einen Schwung Grüße zu verfassen. Man möchte ja auch nicht jedem die gleichen Floskeln schreiben. 
Bei meinen Verwandten und Freunden ist die Grußkarte zu Weihnachten in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen. Immerhin landet noch die eine oder andere schöne Postkarte zu anderen Anlässen im Briefkasten.
Der Stapel Karten, der im selben Augenblick auf meinem eigenen Tisch im Karstadt-Restaurant lag, ist zwar auch für Weihnachten, aber ich werde ihn nicht verschicken, sondern Hans B. persönlich übergeben. Historische Fotos aus seiner Kreuzberger Ecke. Hoffentlich liest er das nicht schon vorher.

Sonntag, 31. März 2013

im Kerzenlicht...



und noch ohne Brille sah ich im Mittelteil der Bildergeschichte einen Herrn, der im Begriff ist, sich seine Zigarette an der Kerzenflamme anzuzünden. Davon ist abzuraten. Dieser Meinung ist man anscheinend beim Drogeriekonzern DM, wo ich das Paket Haushaltskerzen erstanden hatte. Auf der Verpackung der Kerzen findet sich eine Ansammlung von Warnhinweisen in bildlicher Form.
Im betreffenden Bild wird an der Nachbarkerze ein Streichholz entflammt, mit dem man dann wiederum die Zigarette zum Qualmen bringen kann. Dachte ich.

Dienstag, 24. Juli 2012

Hammerboden

Bodenbelag © Harri Brill 2012
Knappe 1000 Nägel. Nur machbar dank Elektrotacker mit Nagelfunktion. Der müsste hier auch mal verewigt werden.
So sah jedenfalls mein neuer Küchenfußboden aus, bevor Klarlack die dunkelgraue Beize auf den Kiefersperrholzplatten verdunkelte und die schöne Maserung geringfügig verschleierte. Ist aber immernoch eine Augenweide.

Samstag, 30. Juni 2012

diving for pearls

Manuela Tapas © Harri Brill 2010

Am frühen Abend ein Espresso bei Manuela. Hatte das Lokal vor zwei Jahren an dieser Stelle schon empfohlen. Heute ist ein warmer Tag, draußen alle Tische voll, vier Leute mit Service beschäftigt. Unter ihnen Aisha Franz, die am 5. Juli im ocelot ihre neue Graphic Novel vorstellen wird. Viele Grüße in den Buchladen an SEF!

Musik dazu heute ein Song zum Falklandkrieg, schon 30 Jahre alt. Elvis Costello hat den Text und Clive Langer die Musik geschrieben: Shipbuilding

Mittwoch, 23. Mai 2012

wisch und weg


Werbe-Handtuch © Harri Brill 2010
Mein alter Freund KSP, Wandler zwischen Alpen und Anden, hat mir gestattet, sein Erstaunen hier kund zu tun. Sein Erstaunen über die Platzierung von Werbung auf Papierhandtüchern in Kneipentoiletten. Als wir Ostern zusammen auf Retro-Kneipen-Tour im Schöneberger Café M waren, brachte er mir amüsiert dieses Exemplar an den Tisch. Dass wir das hier schon länger kennen und uns an jeden Mist gewöhnen, mindert im Grunde nicht die Zweifel an Notwendigkeit und Effektivität dieser Werbung. Grüße nach Wien!

Freitag, 9. März 2012

Sonntag, 17. Juli 2011

Schauer

© B&G 2011
lautet das Thema der aktuellen Ausgabe von Balkon & Garten, die schon vor zwei Wochen mit einem besonders schönen Cover erschienen ist.

Montag, 11. Juli 2011

das Fell des Maulwurfs am Sonntag


Kalender am Sonntag © Harri Brill 2011
Mohlskinn, würde ich sagen. Und fühle mich durch die folgenden Links zu Wiki bestätigt.
Habe dieses Jahr (dank SEF) den Kalender von Moleskine in Benutzung und bin sehr zufrieden. Gutes Papier, schönes Format, Fadenlesezeichen, abgerundete Ecken, praktische Details.
Charmant außerdem, dass für die Sonntage die Stundenziffern weggelassen wurden, und sich an ihrer Statt nur kleine Punkte befinden.

Die Aussprache von Moleskine wird wohl ein Eiertanz bleiben, genau wie die von Worcestersauce. Das ist auch bei der Aussprache des textilen Materials Moleskin der Fall, welches mit ziemlicher Sicherheit dem Namen für die Notizbücher zugrunde liegt.

Zum Notizbuchproduzenten

Zum Textil

Freitag, 8. Juli 2011

"Eine Praxis der Produktion,

die ohne die Vergeudung natürlicher Ressourcen auskommt."
Klingt interessant, was heute um acht unter dem Namen Per-Ma-Cul-Ture in der Galerie Neurotitan eröffnet wird. Sollte die Ausstellung flau sein, kann man sich im dortigen Comicbuchladen Futter für die Augen verschaffen.

Freitag, 3. Juni 2011

Sofa-Inseln

Zigarrenkiste © Harri Brill 2011

Heute kann man bei 3Sat den ganzen Tag lang auf der Couch von Insel zu Insel springen, beim Thementag Inseln.

Freitag, 6. Mai 2011

neu!



Das neue Balkon + Garten ist da.
Und da: voo
da: ebertundweber
und da: do you read me?

Sonntag, 1. Mai 2011

Meister



An wen habe ich damals die hier fehlende Marke geschickt? Keine Ahnung.
Dortmund ist jedenfalls endlich seit 2002 wieder Deutscher Meister.

Freitag, 22. April 2011

Füllstandsanzeige

Telefonkarte BT 1996
Bei der aussterbenden Spezies der Filterkaffeemaschinen stimmte seltsamerweise fast nie die Wassermenge (Tassenanzahl) der Glaskanne mit der Mengenangabe im Wasserbehälter überein.
Überhaupt keine Füllstandsanzeige gab es bei altdeutschen Telefonkarten. Man wusste beim bloßen Anblick der Karte nicht, wieviel Kapazität noch übrig war. Das gefiel mir an der Karte der British Telekom: Nach jedem Gespräch stempelte der Telefonautomat einen kleinen Balken für den aktuellen Füllstand der Karte in die Skala des Gesprächsguthabens. Auf dem Bild oben rechts, unter "Phonecard".

Mittwoch, 13. April 2011

Karten auf Kaffee

Foto: Kaffeedose von vier Seiten © Harri Brill 2011, Entwerfer der Verpackung unbekannt
Als Kind habe ich mich immer gefragt, was die schwarzen Flecken auf der Verpackung dieses Kaffees bedeuten mögen. War nicht unsere Hausmarke, daher gab es keine Gelegenheit zu eingehender Betrachtung. Jetzt besitze ich zu meiner Freude diese Dose und kann die Grafik in Ruhe studieren. Die schwarzen Flecken sind Inseln, auf denen Kaffee angebaut wird. Die Namen anderer Herkunftsländer sind dazugesetzt worden. Das schriftähnliche Zeichen auf den schmalen Seiten der Dose, was aussieht wie "Hügel der Zeder" auf Chinesich, halte ich für eine Komposition aus den Buchstaben des Wortes Idee. Hier zur Geschichte des Unternmehmens auf der Firmenseite.

Freitag, 8. April 2011

Bücher mit Schatzkarten

Umschlagentwurf: Hermann Rastdorfer, © Daniel Steel 1962
Für einen Euro beim Antiquariat gekauft. Konnte dem Cover nicht widerstehen, und schon gar nicht der Schatzkarte: vor Beginn des Textes ist auf den Innenseiten die Insel als gezeichnete Karte abgebildet, mit Vermerk der wichtigen Handlungsorte. Wie es sich für Abenteuerbücher gehört. Auch in der Perspektivansicht der Insel auf dem Cover werden die Nummern für die Orte angegeben. Macht sehr viel vom Reiz des Titelbildes aus. Das Papier der Textseiten ist leider wie bei vielen alten Taschenbüchern nicht für die Ewigkeit gedacht. Deswegen muss ich es bald mal lesen.

Montag, 13. September 2010

Schwarzer Tee

Teeration  © Harri Brill 2010
Sieht aus wie historische Verpackung von Soldatenverpflegung, die Dose.
Die schöne Schrift verbinde ich mit Londons U-Bahn und World War II. Underground kommt hin, aber die Typo ist sogar noch älter. Hier ein tolles Plakat von 1915.
Weil die Rostflecken auf der Dose nicht zu entfernen sind, ohne die Schrift mit ins Verderben zu reißen, wollte ich die hier aufgedruckte, archetypische Anleitung der englischen Tee-mit-Milchpulver-Zubereitung für alle Fälle vor dem Vergessen retten:
"Use dry teaspoon and sprinkle powder on the heated water and bring to the boil, stirring until the milk powder is completely dissolved. The contents of the tins are sufficient for 6 pints of tea. For small quantities, 1 oz. (three heaped teaspoonfuls) is to be added to each pint of water."
Aber eigentlich hatte ich nichts weiter vor, als an die Teekampagne zu erinnern, die jedes Jahr von September bis Januar in den verschiedensten Läden ihren Tee zum Verkauf anbot.
Teekampagne

Sonntag, 7. März 2010

Studentenfutter


Zuerst hielt ich die kleine Grafik (2cm x 3cm) auf der Rückseite der Studentenfuttertüte für eine Art Bedienungsanleitung und nahm sie deswegen näher in Augenschein. Eine Anleitung zum Öffnen der Tüte, oder zu deren Entsorgung? Was könnte mir das Bild an aufschlussreichen Hinweisen zur Handhabung dieser Packung Studentenfutter vermitteln?

Wie Ihr seht, handelt es sich hier um Beispiele für Situationen, in denen dieses Studentenfutter zum Einsatz kommen möchte, wie der Text darüber nahelegt. Über den Nutzen einer solchen Darstellung für Kunden oder Hersteller will ich jetzt nicht nachdenken.
Mich interssiert bei solchen Abbildungen immer die Abstraktion von Gegenständen. Zum Beispiel der Fernseher. Nicht das neueste Modell, schon gar nicht einer dieser Flachbildschirme. Den Flachbildschirm sehe ich dagegen links, vor den Beinen der Frau. Die Versammlung der Verkehrsmittel rechts erinnert an Logos für Reisebüros aus der Zeit, als die Fernseher noch Antennen hatten.
Das meine ich nicht abwertend. Das kollektive Gedächtnis ist langsam und treu. Dinge auf dem neuesten Stand der Technik sind in schematischer Darstellung nicht unbedingt gut zu erkennen. Trotzdem erscheint mir der Duktus der Grafik etwas altbacken.
Eine Frage noch: Was macht die Frau mit dem Flachbildschirm da links eigentlich? Ich gehe davon aus, dass das eine Frau sein soll. Sekretärin? Dirigentin?

Montag, 30. November 2009

Zum zehnten Mal: Anonyme Zeichner

Am Freitag, 11.12. um 19:00 eröffnen die Anonymen Zeichner im Bethanien. Die interessanteste Ausstellung von Flachware überhaupt. Alle hin!

Mittwoch, 4. November 2009

Typo

Typodinge © Harri Brill 2009

Auf der Startseite von Google bilden heute Wallace und Gromit den Schriftzug des Titels aus verschiedenen Gegenständen. Dinge, die wie Buchstaben aussehen und umgekehrt. Hier aus meiner Sammeldose ein paar kleine Stanzteile aus Blech.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wonderland

 © Kein Coverdesigner angegeben - Big Country 1984
Der vorletzte Beitrag mit dem Fotoautomaten bekam seinen Namen, weil das Gerät der Eingang zum Land hinter den Spiegeln sein könnte. Dachte an den Big Country-Song Wonderland als Untermalung. Das Cover der Maxi (von 1984) in auffallend ähnlichen Farben. Zufall hin oder her. Hier mal schnell ohne Retousche nach Scannen zusammengebraten. Das Bild erinnert mich auch an die Hefte mit verschiedenfarbigem Klebepapier, das auf der Rückseite wie Briefmarken beschichtet war: Gewünschte Formen ausschneiden oder -reißen, anfeuchten und als Collage aufkleben. In der Grundschule im Malunterricht benutzt. Big Country hatten oft schöne Cover für Ihre Scheiben. War auf zwei ihrer Konzerte Anfang der Achtziger und habe damals zwei von ihren LPs und diese Single hier rauf und runter gehört. Später ließen sie nach. Frontman Stewart Adamson wurde nach mehrmaligem Verschwinden am 16.12.01 erhängt in einem Hotelzimmer auf Hawaii gefunden. Als Link empfehle ich unbedingt die Live-Version von Wonderland, weil sie der Maxi-Verion sehr ähnlich ist in kraftvollem Sound und musikalischen Elementen. Außerdem trägt Old Stewart da wie meistens etwas in Schottenkaro, aber diesmal einen bemerkenswerten Anzug in hellem Türkis mit großem schwarzen Plaid-Muster.
 
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