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Mittwoch, 30. November 2016

Apotheken im Advent


Apotheken und ihre Uhren © Fotos: Harri Brill 2016
Wo eine Apotheke ist, ist eine Uhr nicht weit. Das klassische Apothekenstadtmöbel, auf einer Art Ampelmast. Der Würfel darunter leuchtet im Dunkeln, und das Ganze dient als Hinweis auf die Apotheke, von weitem erkennbar. Kann ja mal wichtig sein. Und im Winter fährt im Schaufenster eine Spielzeugeisenbahn durch die Weihnachtsdeko.
Manchmal ist von dem Ensemble nur noch der Würfel übrig. Ohne Uhr, Apotheke und Eisenbahn.

Die Apotheken (von oben nach unten): Dieffenbachstr., Bürkner- Ecke Hobrechtstr. und Kottbusser Damm Ecke Boeckhstr.

Ein Melissengeist auf die Gesundheit von S., zum Wiegenfest!

Dienstag, 20. September 2016

Sport perdü / schickes Shirt


Franz. Handballspieler - Bildschrimfoto Harri Brill © Fernsehbild: ZDF 2016
Keinen Bock mehr auf Sportkonsum im TV. Nicht auf das Produkt Olympische Spiele, und nicht auf die ganzwöchige Fußballberieselungsproduktion. Erklärung  vielleicht ein andermal.

Olympia ist auch eine textile Schlacht. Alleine die deutsche Mannschaft: 421 Starter im einheitlichen Design, doch je nach Sportart variierend eingekleidet. Das reicht vom allgemeinen Interview-Sneaker für alle Sportler bis zum speziellen, bundesdeutschen Fecht-Kniestrumpf.

Aus Rio wehte mich beim Betrachten der Handballspiele noch einmal zart ein olympischer Hauch an. Das Spielfeld und seine Zonen waren als solche erkennbar und NICHT von Werbung zugepflastert. Endlich mal wieder! Ebenso ungestört konnte man die Gestaltung der Spielertrikots betrachten, wogegen ja die Leibchen der deutschen Handball-Bundesligamannschaften so bunt etikettiert sind wie die Fahrzeuge der Formel 1. Und ebenso unkenntlich.

Hier mein textiler Olympia-Favorit:
Das Handball-Shirt der französischen Handball-Männermannschaft. Zwei verwandte Blautöne als Hauptfarben, schlicht getrennt zwischen Schultern und Rumpf, und ein feiner roter Streifen an den Ärmeln.

Übrigens: Ein Zeugwart für Handballer bei Olympia sollte pro Partie mindestens zwei Hemden für jeden Spieler bereithalten. Wenn es nicht wie üblich vom Gegner zerissen wird, ist das Trikot nach dem Spiel trotzdem unbrauchbar, völlig verklebt vom Harz an den Händen aller Spieler. Das macht, sparsam berechnet, mindestens 140 Shirts bei einer einzigen teilnehmenden Mannschaft, wenn dieses Team zehn Feldspieler pro Spiel einsetzt (völlig normaler Wert), und es ins Finale schafft. Und das ohne Berücksichtigung verschiedener Kleidergrößen. Allerdings inklusive der andersfarbigen "Auswärts"- Trikots.

Dienstag, 21. Juni 2016

eine Mannschaft

Cover der Single,  © Datum und Urheber nicht auf Cover und Platte angegeben
Vor zwei Wochen lernte ich den algerischen Künstler Nassim Rouchiche beim Aufbau dieser Ausstellung kennen. Wir verständigten uns notdürftig in englischer Sprache. Nach kaum fünf Minuten Plauderns landeten wir beim Thema Fußball. Klar: WM 2014, Algerien, Eistonne.
"Was ist dein Lieblingsteam?", fragte er.
Nassim freute sich über meine Antwort, denn vom BVB stammt auch sein Lieblingsteam, und zwar nicht irgendeins. Nicht die alten Europa-Pokalsieger, und nicht die aktuellen Vizemeister, sondern tatsächlich die glorreichen Meister von 1995 und 96. Er kannte die Namen aller Spieler, auch die von Heinrich und Herrlich, welche sich in seinem französich klingenden Akzent nur anhand der Vornamen unterscheiden ließen.

Vor 50 Jahren holte die Dortmunder Mannschaft auf dem abgebildeten Cover der Single als erste deutsche Mannschaft einen europäischen Vereinspokal, den Pokal der Pokalsieger. 

Montag, 1. Februar 2016

Europameister!


aus dem Film "E und O" © Harri Brill 1999

Sonntag, 23. März 2014

hinterherpfeifen


 
Vogelstimme © Harri Brill 2014

Ein guter Schreibwarenladen? Die Körtestraße führt vom Südstern zur Grimmstraße. Länger als 200 Meter wird sie nicht sein. Sie war nach Fichtestraße und Hasenheide der dritte Schenkel unserer dreieckigen Rennstrecke für Roller und Kinderfahrräder. Der wirklich außergewöhnliche Buchladen lag damals noch in der Fichtestraße, bevor er um die Ecke in die Körte zog. Ist eine eigene Geschichte.
Ein paar Meter neben diesem Buchladen befindet sich der Schreibwarenladen, der eigentlich nicht sehr außergewöhnlich ist, wenn man davon ausgeht, dass Schreibwarenläden auf kleinem Raum den kompletten, simplen Bürobedarf plus gutem Sortiment an Stiften und Füllern und meinetwegen auch bunter Grußkarten anbieten. Außergewöhnlich ist der Laden nur, weil es inzwischen so wenige seiner Art gibt.
In einem Winkel des Schaufensters sind auf einer kleinen Tafel Dinge ausgestellt, die ich Beschläge nennen würde: Metallische Ordnerrüchen mit verschiedenen Ringanordnungen, diverse Blechklammern und Klammern mit einer Schlaufe für Stifte, die man an Ordnern oder sonst wo befestigen kann. Eine solche Stiftklammer kaufte ich für Kollege PW, weil sein Stift und er bisweilen verschiedene Wege gehen.
Beim Bezahlen entdeckte ich an der Kasse unter einem Plexi-Deckel auf dem Tresen die Vogelstimme. Ein Gegenstand aus meiner Kindheit und eigentlich nicht direkt eine Schreibware. Der freundliche Verkäufer und ich kennen diese Dinger seit Urzeiten. Immerhin wusste er ungefähr, wie man sie benutzt. Und diese Münchner Jungs.

Dienstag, 4. Juni 2013

Javiers Katze


Javiers Katze © Harri Brill 2013

Vor dem Café Einstern in der Prenzlauer Allee steht seit Jahren dieser Kinderstuhl von Javier Mariscal. Das Möbelstück zeigt unverkennbare Verwandtschaft zu Marsicals Olympia-Mascottchen Cobi, für Barcelona 1992.

Donnerstag, 1. September 2011

Goldflügel



Honda CB450 © Harri Brill 2011

Einst war ich stolzer Besitzer einer solchen Honda, allerdings im Maßstab 1:16, zusammengebastelt aus einem Bausatz der Firma Airfix. Diese Bausätze waren damals ziemlich populär, und immer wenn einer von uns Jungs Geburtstag hatte, landete mindestens ein Jagdflugzeug auf dem Gabentisch, im Pappkarton die Plastikteile an kleinen Ästen aus Plastik wie die Beeren einer Traube zum Pflücken aufgereiht.

Später besaß ich eine fahrtüchtige CB200 im Maßstab 1:1. Da glänzten die Flügel des Markenzeichens nur noch silbern. Sie war kein so wegweisendes Produkt wie die CB450. Und leider auch nicht ganz so schnell.

Montag, 20. Juni 2011

Tiefen-Tuning


Tiefen-Tuning © Harri Brill 2011

Ganz so schnittig waren die acht Autos gestern auf der Schillerpromenade nicht, die sich zu einer Symphonie der ultratiefen Töne nach einer schlichten aber wirkungsvollen Choreographie im Schritttempo um den grünen Mittelstreifen bewegten. Eigentlich bestand die Symphonie nur aus zwei Tönen. Deren Quelle waren die Autos selbst, ausgestattet mit Subwoofern.
Anlass: 48 Stunden Neukölln

Besser beschrieben wird das alles bei Heavy Listening. Mir gefällt auch die Illustration auf der Seite. Aus reinem Spieltrieb habe ich mit meinem alten Spielzeugauto von Corgi Adams Probe 16 auch ein Bass-Bild gebastelt.

Samstag, 27. November 2010

Schnee und Reifen


Bobsleigh von Corgi Juniors - Whizzwheels, ©Harri Brill 2010

Letzte Woche Mittwoch roch es nach Schnee. Dachte ich jedenfalls. Roch so ähnlich wie Tauwetter. Die Luft in der Nase kalt und klamm. Beim Ausatmen Dampfwolken, aber das ist im Winter die Regel.
Gestern vormittag war es dann soweit. Auf den Autos blieb immerhin soviel liegen, dass man kleine Schneebälle machen konnte.
Apropos Autos: allerhöchste Eisenbahn für die Winterreifen. Damit das Anfahren im Stau auf glatter Piste besser klappt.
Der historische Spielzeug-Einer-Bob im Bild ist etwas größer als eine Streichholzschachtel. Und dezent verdeckte Räder hat er, weil er für den Indoor-Betrieb auf einer Rennbahn aus Plastikschienen gedacht ist.

Sonntag, 14. November 2010

Nachdenkfalte


westfälische Katze © Harri Brill 2010

Mein alter Tippkick-Torwart. Jahrgang etwa wie Stefan Klos - Anfang Siebziger - und Deo wie Roman Weidenfeller: keine Achselnässe. Beides Keeper bei Borussia Dortmund, in verschiedenen Epochen.
Als alter Dortmunder startet er sein schönes Wochenende einerseits gelassen jubelnd. Andererseits aber auch nachdenklich wie ein Tigerauge.
"Das ist nur eine Momentaufnahme", höre ich ihn immer wieder leise aus seiner Pappkiste murmeln. Er betrachtet den weiten Raum unter sich bis zum Zweiten der Tabelle.
Richtig Sorgen macht ihm nur Leverkusen. Auch weil dort Adler die Kiste hütet.

Samstag, 16. Mai 2009

nachher


Arbeit für Q.

Freitag, 15. Mai 2009

Kinderland Rover


In meiner Eigenschaft als Sohn und kleiner Bruder habe ich gestern mit Mutter und Schwester bei Oxfam in Spandau gestöbert und diesen Land Rover geschossen. So ein Teil von Corgi hatte ich füher auch mal, aber die Daktari-Version, in Zebra-Print und mit Clarence, dem schielenden Löwen plus anderen Zutaten der Fernsehserie, von der wir keine Folge ausgelassen haben.
In meiner Eigenschaft als großzügiger Onkel habe ich dann viele meiner Spielzeugautos meinen Neffen und Nichten und damit dem sicheren Untergang überlassen. Mein Bat-Mobil nicht. Das steht mit Originalverpackung und sogar noch ein paar Schuss der mikroskopisch kleinen Raketenmunition an einem geheimen Ort unter Wayne Manor.
Kumpel Sven hatte den Aston Martin DB 5, das ultimative Bond-Gefährt, mit Schleudersitz, drehbaren Nummernschildern und tausend Features mehr. Da war ich schon ein bisschen neidisch, aber der sieht wahrscheinlich heute so aus. (Fortsetzung folgt)
 
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