Posts mit dem Label Schaufenster werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schaufenster werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 30. November 2016

Apotheken im Advent


Apotheken und ihre Uhren © Fotos: Harri Brill 2016
Wo eine Apotheke ist, ist eine Uhr nicht weit. Das klassische Apothekenstadtmöbel, auf einer Art Ampelmast. Der Würfel darunter leuchtet im Dunkeln, und das Ganze dient als Hinweis auf die Apotheke, von weitem erkennbar. Kann ja mal wichtig sein. Und im Winter fährt im Schaufenster eine Spielzeugeisenbahn durch die Weihnachtsdeko.
Manchmal ist von dem Ensemble nur noch der Würfel übrig. Ohne Uhr, Apotheke und Eisenbahn.

Die Apotheken (von oben nach unten): Dieffenbachstr., Bürkner- Ecke Hobrechtstr. und Kottbusser Damm Ecke Boeckhstr.

Ein Melissengeist auf die Gesundheit von S., zum Wiegenfest!

Mittwoch, 18. Mai 2016

Ex-Exchange 2 / Was folgte

Nachfolge © Harri Brill 2016

„Ein ganzer Laden voller Dinge, die niemand  braucht“, sagt eine Frauernstimme neben mir direkt in mein Herz. Die Stimme gehört einer Dame im jungen Großmutteralter. Sie und ihre äußerlich sehr ähnliche Begleiterin waren zweckmäßig bis sportlich gekleidet, wie für einen mehrstündigen Stadtspaziergang. Sie besuchten schätzungsweise ihre jüngst nach Berlin übergesiedelten erwachsenen Kinder anlässlich neu geborener Enkel und gehörten nach meinem vorschnellen Urteil eigentlich zur potentiellen Kundschaft für dekoratives Wohnzubehör.
Ich schnappe den Satz im Vorbeigehen auf, als die beiden gerade ein Geschäft in der Dieffenbachstraße verlassen. Der Laden heißt irgendwas mit „Lily“ und war in dieser Strasse der erste seiner Art. Inzwischen sind es vier oder fünf auf den 700 Metern.
Der Neueste residiert nun in den Räumen des ehemaligen Ladens für gebrauchte Bücher Fair Exchange, den ich hier am 29.12.15 verabschiedet habe.

Dienstag, 29. Dezember 2015

Ex-Exchange

ex-FairExchange © Harri Brill 2015
Dem Einzug der rappelnden Rollkoffer mit Sylvester-Gästen am Handgriff begegnen diese Rollläden mit stoischem Schweigen. Für immer. Zumindest verdecken sie den Namen Fair Exchange. Mit ziemlicher Sicherheit war ich der allerletzte Kunde des Second-Hand-Buchladens in der Dieffenbachstraße, am Heiligabend dieses Jahres.
Wahrscheinlich begann die sogenannte Gentrifacation schon in den 80ern an diesem Ort. Und wahrscheinlich war, wie so oft, die vorherige Punk-ification der Anfang einer uferlosen Verteuerung kleiner Ladenimmobilien der Umgebung.
Damals war auf jeden Fall ein hingerotzter Plattenladen eine sehr willkommene Neuerung. Das waren außerdem Jungs von meinem Gymnasium, zwei Häuser links von hier, die den Plattenladen in dieser Lokalität betrieben. Musik, Bücher und Schnellimbiss scheinen auch heute noch politisch korrekter zu sein als hochwertige Kochutensilien oder fair gehandeltes Kinderspielzeug. Letztere gehen dekadenterweise über den spartanischen Revolutionsbedarf hinaus.
Irgendwann verdienen dann die jungen, vielleicht immernoch romantischen Bewohner der Gegend etwas mehr Geld, kriegen Kinder, wollen es womöglich nur ein kleines bisschen behaglicher und sauberer. Und so weiter - siehe Prenzlauer Berg.
Es war bereits recht gediegen hier, als das Fair Exchange einzog. Die Betreiberinnen sind zwei schöne, grauhaarige Frauen um die Sechzig. Viele der vielleicht immernoch romantischen Menschen hier bestellen aber inzwischen ihre Bücher, und auch ihre Musik, im Internet. Und ich vermute außerdem, die beiden schönen, grauhaarigen Frauen haben einfach genug von der Arbeit.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Ende vom Anfang

Fensterschloss 2 © Harri Brill 2012

Die Bilder im letzten Post sind etwas klein geraten, selbst wenn man sie anklickt und die vergrößerte Ansicht vor sich hat. Hier das Zahnrad im Detail.

Sonntag, 30. Dezember 2012

der Anfang vom Ende

Fensterschloss © Harri Brill 2012

Das Wort Fenster hat seinen Ursprung in lateinisch fenestra mit der gleichen Bedeutung. Dachte bisher, fenestra wiederum hätte etwas mit finis terrae ("Ende der Erde") zu tun. In den Nachschlagemedien Herkunftswörterbuch und Internet nix gefunden.
Die Engländer haben mal wieder die lässigere Lösung und leiten ihr window von altisländisch vindauga ab: Augenförmige Öffnung für den Wind, oder auch Auge für den Wind.

Das Windauge auf den obigen Bildern stand einige Meter neben meinem Haus an einem Container. Wird wohl eine korrekte Vintage-Tür für meinen selbstgebastelten Unterschrank abgeben, wenn ich fertig bin. Die beiden letzten Bilder zeigen, wie die Mechanik funktioniert. Über ein Zahnrad wird die Drehung nicht nur auf den kleinen Riegel übertragen, sondern bewegt auch die Stangen, die das Fenster oben und unten fixieren. Alles noch altmeisterliche Schmiedearbeit.

Sonntag, 11. April 2010

Damen und Herren


Schaufenster am Südstern.

Sonntag, 28. März 2010

King's Road


ist das hier nicht, sondern Trash-Modemeile Kottbusser Damm.

Dienstag, 2. Februar 2010

Telefonzellen


Schaufenster eines Internetcafés, Telefonabteilung, Ohlauer Straße.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Stiefel raus!


Heute, am Nikolaustag, hätte ich gerne meine neuen Schuhe rausgestellt. Doch die sind noch beim Schuster in der Danziger Straße. Die Absätze vom Hersteller waren nach zwei Wochen schon hinüber.
Als ich die Treter am Donnerstag abholen wollte, fand ich ein Schild an der Tür: "Wegen plötzlicher Erkrankung auf unbestimmte Zeit geschlossen."
Mit den Schustern ist das so eine Sache. Man findet nicht an jeder Ecke einen guten, der korrekte Preise macht. Wenn ich Kunde bei dem abgebildeten Laden mit den großen Schaufenstern in der Hauptstraße wäre, könnte ich meine Schuhe vielleicht wenigstens mal sehen.
Ich hoffe natürlich das Beste für Meister Haring und wünsche von hier aus gute Besserung. Aber was passiert eigentlich mit den Schuhen von Kunden, wenn ein Schuster plötzlich das Zeitliche segnet?

Sonntag, 22. November 2009

zuckersüß


Nächsten Sonntag ist schon der 1. Advent.
Foto: Konditorei in der Kollwitzstraße, 24.11.08.

Donnerstag, 19. November 2009

window-shopping


Schaufenster. Eine Grauzone der Gestaltung. Vor Weihnachten kommt wieder ihre große Zeit. Dachte früher oft, die Fenster von Optikern müsste man mal auf Vordermann bringen. Da hat sich inzwischen schon einiges getan.
Gibt aber immernoch Stiefkinder genug: Apotheken, Sanitätshäuser, oder die traurige Auslage von Elektro-Dreißig am Kottbusser Damm, dem letzten älteren Laden dort. Der braucht vor allem Taubenabwehr auf den Leuchtbuchstaben draußen, und drinnen ein paar neue Bretter und drei Töpfe Farbe - ein Lampenladen mit derart großen Fenstern dekoriert sich ansonsten eigentlich von selbst.
Hier haben wir ein sogenanntes Sanitätshaus in der Prenzlauer Allee. Will gar nicht viel mäkeln, nur weil ich über den hausgemachten Pfeil mit "Fußdruckmessung" gestolpert bin. Muss auch nicht alles glatt sein.
Der gute alte Künstler Moholy-Nagy war sich jedenfalls nicht zu schade, in den Dreißigern in London das eine oder andere Schaufenster zu gestalten.
Vor ein paar Stunden habe ich am Alex einen Blick auf die Playmobil-Deko in den Fenstern von Kaufhof geworfen, mit den stark vergrößerten Figuren. Der Dackel in diesem Maßstab hatte schon was.
 
Clicky Web Analytics