Freitag, 30. Juli 2010

schwarze Diva II


Hier sieht man das Blech zum Stiefelreinigen auf der Beifahrerseite. Eine vorstehende Kante und ein Schlitz - fertig.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Tipp

Heute Abend Eröffnung
19 Uhr
in der ifa-Galerie Berlin,
Linienstraße 139/140

A Gentil Carioca – Ein Kunstraum in Rio de Janeiro
Laura Lima, Marcio Botner und Ernesto Neto gründeten im Jahr 2003 einen Kunstraum im Zentrum Rio de Janeiros. Neun Künstlerinnen und Künstler, die der Kunstraum vereint, geben in einer gemeinsamen Inszenierung Einblick in die Arbeitsweise von "A Gentil Carioca".

Nach meinem ersten Eindruck locker und interessant. Es gibt unter anderem eine Mondlandefähre aus Abflussrohren mit James-Bond-Features, flammende Streetart, ein Zelt, das ich noch nicht ganz kapiert habe, zwei comicartig illustrierte Wände, bemalte Vinyl-LPs und überall kleine Sterne in der Gestaltvielfalt von Schneeflocke bis Hexagramm.

Donnerstag, 22. Juli 2010

schwarze Diva


Der Citroën Traction Avant aus dem Film "Diva" von Jean Jaques Beineix (1980) stand heute in der Linienstraße. Gebaut wurde dieses Modell von 1934-56.
"Diva" möchte ich eigentlich spontan jedem empfehlen, aber Ihr kennt ja wohl auch alle die Falle der verklärten Erinnerung an Filme, die man einmal sehr mochte, und mit denen man ein vergangenes Lebensgefühl verbindet. Also Vorsicht. Ich habe "Diva" schon zwanzig Jahr nicht mehr gesehen.
Kann sein, dass er mir heute nichts mehr sagen würde. Für mich Produkteseiner bleibt er trotzdem auf der Liste unbedingt-Mal-wieder-ansehen, denn er bewegt sich von einem wunderbar stilisierten Bild zum nächsten. Das machen ihm manche zum Vorwurf, aber ich stehe auf sowas, wenn mir auch die Gesamtstimmung des Filmes gefällt. Außerdem ist er mit seiner Stimmung und seinen Bildern ein Denkmal der etwas düstereren Achtziger. Sehr ausführlich und wissenschaftlich gibt es in diesem Vorlesungsskript die Theorie dazu hier.

Das Auto bietet aus der Nähe betrachtet einige schöne Features, z. B. die Frontscheibe, die sich zu Lüftungszwecken unten etwas nach vorne aufklappen lässt. Und das Alu-Blechteil unter der Fahrertür ist so konstruiert, dass man sich daran vor dem Einsteigen den Morast von den Stiefeln kratzen kann.

hier zur Einstimmung ein kurzer Clip aus "Diva"

Freitag, 9. Juli 2010

Tatort II


Schön mal wieder Auto zu fahren, sogar an diesem Freitagnachmittag bei 32°C. Ich hatte den Wagen gemietet, um ein paar Sachen aus meinem Ex-Keller zu holen.
Die Idee mit dem Entrümpeln hatten an diesem Tag anscheinend alle Bewohner des Hauses, denn als ich im Keller ankam, standen die Türen jedes einzelnen Verschlags offen. Aber kein Mensch zu sehen, und seltsam, dass einige der Vorhängeschlösser und verschiedene Gegenstände auf dem Boden lagen. Vielleicht ein Rohrbruch oder so, und die Handwerker hatten überall schnell rangemusst.
Dass hier ein Verbrechen vorlag, dämmerte mir erst, als in meinem Keller ein paar Kisten offen standen. Offenbar durchwühlt auf der Suche nach etwas halbwegs Kostbarem. Vergeblich allerdings. Es schien gar nichts zu fehlen. Ich war auch froh, dass kein fremder Kram dazu gestellt worden war. Soll auch schon vorgekommen sein.
Als gewieftem Amateur-Kommissar blieb mir natürlich keine andere Wahl, als die Profis zu rufen und am Tatort nichts zu verändern, womit mein ursprünglicher Plan hinfällig geworden war. Als die Kollegen nach einer Stunde immernoch nicht aufgetaucht waren, übergab ich die Wache an den einzigen Nachbarn, der inzwischen anwesend war, und brachte gerade noch rechtzeitig den Mietwagen zurück.

Interessant im Sinne der Produktgestaltung war, dass die vielen Vorhängeschlösser auf dem Boden unversehrt schienen. Die Einbrecher hatten entweder die dünneren Blechteile an den Verschlüssen durchgeschnitten oder die Angeln aus den Kellertüren getrieben.

Und falls jemand heute abend wirklich nicht das Endspiel sondern Tatort sehen will:
Es gibt einen alten Fall von 2008 mit Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf

Mittwoch, 7. Juli 2010

Toboggan


Schöner Tag heute: Schönes Wetter, schönes Datum, und eigentlich müsste ich mal raus an die Luft. Habe aber hier mal wieder in ein Wespennest gestochen.
Beim netten Trödelladen in der Sanderstraße stand dieser Schlitten rum.
Ich: Schöner Schlitten.
Brasilianische Trödellady: Und auch schön teuer.

Richtig schön finde ich ihn eigentlich nicht. Deswegen frage ich nicht nach dem Preis, sondern bitte nur um Fotoerlaubnis. Mich fesselt eher der Klappmechanismus, weil ich ihn nicht sofort kapiere. Wir finden dann zusammen raus, dass man die Schrauben ganz rausdrehen muss, um die gekrümmten Teile abnehmen zu können. Zu umständlich in der Praxis.

Aufgescheuchte Wespen: Wo sind meine anderen Posts für Schlitten auf diesem Blog versteckt, müsste hier mal aufräumen, was war noch alles am 7.7., Toboggan nie gehört, welcher Stamm waren nochmal die Algonkin.

Sled, sledge, sleigh sind neben toboggan andere englische oder amerikanische Wörter für Schlitten. Toboggan kommt von den Algonkin in Kanada. Bezeichnet aber wohl eher deren kufenlose Schlitten. Interessante (nicht gleichbedeutend mit "schöne") Zeichnung auf der verlinkten Wiki-Seite.

Sonntag, 4. Juli 2010

Die Kugel läuft weiter

Heute Abend auf Arte, 23:20 Uhr die Sendung "Design - Der Kugelschreiber Bic Cristal.(Müsste eigentlich Crystal heißen, glaube ich). Über den hier schon erwähnten Kugelschreiber.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Grübchen


Ein seltener Glücksfall. Meinen Kollegen in Hennigsdorf will ich seit Monaten dieses Beispiel einer besonderen Oberfläche zeigen, und jetzt hängt der Helm an einem Motorroller in meiner Straße.
Der Schuberth Speed Motorrad-Helm hat knappe dreißig Jahre auf dem dellenübersähten Buckel und wurde seinerzeit in den Werner-Comics durch die Gülle gezogen. Dazu passt, dass er nicht an einem korrekten Bike baumelt, sondern an einem Roller. (Ich kenne zwei/drei Rollerfahrer, die trotzdem in Ordnung sind). Heute läuft sowas unter 80er Jahre-Retro schon fast wieder ohne Ironie.
Die Dellen oder Grübchen ("Dimples") wurden damals aber immerhin aus ehrenwerten aerodynamischen Gründen beim Golfball abgekupfert. Warum dieser schneller fliegt als einer mit glatter Oberfläche, steht hier.
Falls Adidas bis zur WM 2014 nicht das Rugby-Ei als Garant für mehr lächerliche Tore im Fußball durchsetzen kann, wären die Grübchen an den ständig veränderten Bällen eine Alternative.

Donnerstag, 17. Juni 2010

in Maradona's fashion


Mit dem Thema WM-Mode wollte ich uns eigentlich nicht länger strapazieren, doch es gibt noch etwas nachzutragen:
1. Die Chilenen kriegen den ersten Preis für ihr Outfit.
2. Diese Spiegelüberzieher im Foto sind eine Erwähnung wert.
3. Wenn selbst die Hand Gottes über Mode spricht, darf man seinem Beispiel folgen. Er schreitet schließlich mit gutem Beispiel voran: Schmissig im Gangster-Zwirn, zwielichtige Haartracht, an jedem Handgelenk ein fettes schwarzes Zeiteisen (kann man sehen, wenn es im gegnerischen Kasten geklingelt hat, und er den Torschützen in die Arme schließt).
In einem Artikel der Süddeutschen von heute wird folgende Story berichtet:
Maradona wird gerade von der Presse umringt und ignoriert sie, bis er sich plötzlich umdreht, nierderkniet, die Hände faltet und zu einem Reporter, der einen gellbunten Blazer trägt, sagt:" Bitte, bitte, bitte, zieh' diese Jacke nicht mehr an, wenn du hier bei uns auftauchst, du Sohn einer Hure."

Sonntag, 13. Juni 2010

Peanuts

Lautes Gähnen wie aus tausend Trompeten beschallt die Stadien. Ich habe während der heutigen langweiligen Spiele schon fünf Knöpfe angenäht. Einen sogar abgeschnitten und woanders wieder angenäht.
Am Zeug flicken kann man den Slowenen nur bedingt. Gratulation erstmal zum Sieg. Sie haben außerdem eine freundliche Nationalhymne, deren Titel mit "Trinklied" oder "Prost" übersetzt werden kann.
Die Hemden der Slowenen strahlen kindlichen Charme aus, mit ihrem zackigen Dekorstreifen, der von Charlie Browns Pullover abgekupfert wurde. Ein bisschen zu unruhig.
Bisher gefallen mir ausnahmsweise die Trikots von Puma am besten, z.B. Algerien und Ghana: Schlicht im Dekor und gut geschnitten.
Die Deutschen spielen in Hemden von Adidas, bei denen oft die Ärmelnaht auf der Schulter hochrutscht. Ein Minuspunkt. Hoffentlich wirkt sich das nicht negativ auf die Schönheit des munteren Angriffsspiels aus.

Freitag, 11. Juni 2010

die Pille



In einem schönen WM-Spezial-Sonntagsteil des Tagesspiegels vom 9. Mai wurden alle bisherigen WM-Bälle zelebriert, außerdem gibt es dort ein langes Interview mit Sepp Maier.

Zu dem Ball im Bild: "Design made by... Germany" soll vermutlich den Eindruck erwecken, der Ball sei in Deutschland hergestellt worden. Das Design mit den Fünfeck- und Sechseckflicken ist seit 1970 geläufig, aber nicht mehr bei den aktuellen Bällen.

So Leute, gleich geht's los. Viel Spaß!

Dienstag, 8. Juni 2010

Traumwagen


Als Kind war ich nur ein einziges Mal bewusst neidisch auf Kinder, die in anderen Gegenden Deutschlands aufwuchsen. Im Fichtelgebirge kamen mir damals faszinierende Fahrzeuge einer fremden Kategorie unter die Augen. Ein paar rohe Bretter zusammengezimmert, hinten zwei Räder, vorne zwei weitere an einem beweglichen Querbrett zum Lenken, und fertig war so eine Art Schlitten für den Sommer. In Berlin gab es einfach nicht die Pisten dafür - relativ gute und unbefahrene Wege mit einem anständigen Gefälle.

Ein Kettcar war damals mein Traum. Das verlor aber wegen schmaler Familienkasse und aufgrund seines Status' als kurzlebiger Luxus das Rennen gegen ein Kinder-Fahrrad aus zweiter Hand. Es blieb also bei ein paar zahmen Kettcar-Runden im Verkehrskindergarten am Wassertorplatz.
Als Mahnmal für meinen unerfüllten Wunsch parkt heute diese coole Pickup-Variante ziemlich genau vor dem Kreuzberger Haus, in dem meine Mutter aufgewachsen ist.

Samstag, 5. Juni 2010

die Kühlung


Am Tisch Köln, Bayern (nicht näher bestimmt), Düsseldorf, Berlin. Die bayrische Fraktion äußert wohlwollende Verwunderung, dass man sich überregional auch über nichtbayrische Biersorten unterhält. Es folgt ein spekulativer Ausflug ins Ober- und Untergärige von meiner Seite.
Für eine gute Grundlage gibt's hier Information:
Untergärige Biere sind: Pils, Export, Bockbier, Märzen, Lager, Zwickel, Zoigl
Obergärige Biere sind: Kölsch, Alt, Weißbier, Gose, Dampfbier, Berliner Weiße, Ale.
Die Essenz: Oben und Unten sind da, wo jeweils die Hefe schwimmt.
 
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