Donnerstag, 30. September 2010

Expedition II

Liebe Leser, bin spontan für eine Woche im Urlaub. Mal sehen, was die Spanier so für kuriose Gegenstände benutzen. Jedenfalls geht's danach hier weiter. Also, bis bald!

Samstag, 25. September 2010

Expedition 30.09.10


Das neue Balkon&Garten-Heft ist da!
Nicht einfach nur eins mehr aus der Reihe dieser schönen Hefte, sondern auch noch ein Pionier-Produkt der Herstellung umweltfreundlicher Druckerzeugnisse.
Papier: ausgemusterte Landkarten
Druckfarben: umweltverträglich - wegen des besonderen Papiers genügte außerdem sogar weniger davon als die übliche Menge.

Die Einzelheiten dazu könnt Ihr am Donnerstag, 30.09. in der Ausstellung Zur Nachahmung empfohlen erfahren. Da wird das Heft vorgestellt.
19.00 Uhr in den Uferhallen, Uferstr. 8-11, 13357 Berlin-Wedding (U-Bahn Station Pankstraße), freier Eintritt.

Information zur Veranstaltung hier.
Ein Blick auf einen Druckbogen (Landkarte) und Blättern durchs aktuelle Heft hier.

Was allerdings nur am Gegenstand Heft und nicht auf dem Bildschirm festzustellen ist: Wie immer piekfeine Fadenheftung und diesmal ein besonders umwerfender Duft von verheißungsvoller Druckfrische. Zu überprüfen am 30.09. - kommt alle!

Montag, 20. September 2010

Heimwerker


Das Abgründige in der Seele jedes harmlos wirkenden Heimwerkers kommt in dem Portrait auf dieser älteren Schraubenverpackung gut zur Geltung. Ob er wirklich nur bis 8 zählen kann, wie die diffuse Stückzahlangabe vermuten lässt?

Freitag, 17. September 2010

heiß & kalt


"Mal ist mir heiß, mal ist mir kalt!", hätte wohl Fritz von Thurn und Taxis, der Richard Wagner unter den Fußballreportern, gestern wieder geschmettert.
Der BVB hatte 0:2 geführt. Nach dem 2:2 wollte ich den Fernseher eigentlich schon ausmachen. Ich sehe nicht gerne zu, wenn sich jemand selbst ins Unglück reitet. Am Ende hieß es: Dortmund 4 - Karpaty Lwiw 3.

Die Sterne auf den Trikots der Bundesligavereine haben uns letztens beschäftigt. Nicht viel komplizierter als das Steuerrecht sind die Regeln, die zum Tragen einer bestimmten Anzahl kleiner Sterne über dem Clubwappen berechtigen:

Wikipedia: "Ab drei Titeln ist man berechtigt, einen Stern zu tragen, zwei Sterne gibt es ab fünf Titeln, drei Sterne ab zehn Titeln sowie vier Sterne ab zwanzig Titeln. Die von der DFL umgesetzte Regelung gilt nur für Meisterschaften in der Bundesrepublik Deutschland nach Einführung der Fußball-Bundesliga 1963 und sorgte somit für eine weit verbreitete Kritik. Aufgrund dessen haben sich inzwischen auch andere Anwendungsformen herausgebildet..." hier mehr

Montag, 13. September 2010

Schwarzer Tee

Teeration  © Harri Brill 2010
Sieht aus wie historische Verpackung von Soldatenverpflegung, die Dose.
Die schöne Schrift verbinde ich mit Londons U-Bahn und World War II. Underground kommt hin, aber die Typo ist sogar noch älter. Hier ein tolles Plakat von 1915.
Weil die Rostflecken auf der Dose nicht zu entfernen sind, ohne die Schrift mit ins Verderben zu reißen, wollte ich die hier aufgedruckte, archetypische Anleitung der englischen Tee-mit-Milchpulver-Zubereitung für alle Fälle vor dem Vergessen retten:
"Use dry teaspoon and sprinkle powder on the heated water and bring to the boil, stirring until the milk powder is completely dissolved. The contents of the tins are sufficient for 6 pints of tea. For small quantities, 1 oz. (three heaped teaspoonfuls) is to be added to each pint of water."
Aber eigentlich hatte ich nichts weiter vor, als an die Teekampagne zu erinnern, die jedes Jahr von September bis Januar in den verschiedensten Läden ihren Tee zum Verkauf anbot.
Teekampagne

Sonntag, 5. September 2010

Save the Nauga!


Beim Kauf eines Gürtels hatte ich vor ein paar Jahren das Gefühl, dass sich einige Exemplare nicht wie echtes Leder anfühlten, aber auch nicht wie Kunststoff. Gibt es einen Werkstoff, in dem Lederpartikel mit Kunststoff gemischt werden?

Man kennt das Prinip von den holzhaltigen Baustoffen für Möbel und Innenausbau:
- OSB = oriented strand board, aus groben, ausgerichteten Spänen
- Spanplatte, aus kleineren Spänen
- MDF = mitteldichter Faserstoff, aus kleinsten Holzfasern
alle jeweils mit Kunstharz-Leim zu Platten gepresst.

Der Begriff "Composite Leather" (steht unter "NFL") auf dem Football im Bild könnte ein solches Material beschreiben. Ich fand aber bisher keine Hinweise auf Anteile echten Leders und vermutete eine vornehme Umschreibung wie "Kunstleder" hinter dem Namen.
Gerade eben entdeckte ich bei Amazon in einer Kurzbeschreibung für Basketbälle aus "Composite Leather" den Hinweis "mit hohem Lederanteil" (Spalding Basketbälle BBL TF 1000 ZK Pro).

Auf der englischsprachigen Seite von Wikipedia habe ich nach "Composite Leather" gesucht. Der erste Treffer war "Naugahyde" und ist reinste Kunstlederpoesie:
Die Firma Uniroyal hat in den 30ern ein Material entwickelt, das bald seinen Siegeszug als Möbelbezugsstoff antreten sollte. Die Firma warb dafür mit einer Story von einem erfundenen Tier, aus dessen Haut der Stoff sein sollte, und schuf damit einen Mythos.
Die Monkees, Al Stewart und Warren Zevon haben die Haut besungen, die das Fabeltier angeblich abwerfen kann, ohne dafür ins Gras beißen zu müssen.
Der Komiker Allan Sherman wollte davon nichts wissen, als er beim Setzen auf seinen kunstlederbezogenen Stuhl um das Nauga weinte.
Lest es selbst hier.

Montag, 30. August 2010

Intermezzo


Es riecht von draußen zur Abwechslung nicht nach Shisha oder japanischen Haaren in Backwaren, sondern als ob jemand Köfte direkt vor meinem Fenster grillt. Finde heute jedes davon weder störend noch animierend. Hunger habe ich allerdings und muss gleich los. Wenigstens mal kurz anstoßen mit der Verlegerin von Balkon und Garten.
Auf dem Weg zu einem eher mauen Mahl im Bethesda, Dieffenbachstraße (danach musste ich erstmal was Extremes essen), habe ich gestern die Karre hier abgelichtet. Nicht mein Lieblingsmodell, aber was ich an den älteren Guzzis sehr schön finde, ist der geradlinige Motorblock. Bei den besten Moto Guzzi ist der Rest genauso kantig mit dem Lineal auf Karopapier entworfen, so wie ich das als Kind gemacht habe. Zum Beispiel die 850 LeMans. Eine steht hier in der Nähe rum und wird Euch demnächst mal präsentiert.

Montag, 23. August 2010

Sardellenpaste III


Heute mal wieder beim Edeka Kollwitzplatz zwischengelandet und die gute Sardellenpaste besorgt. Die Tube wurde umgestaltet.
Verständlich, dass das Firmenlogo größer gemacht wurde, aber sonst kann ich keine Verbesserung im Vergleich zu dieser finden.

Donnerstag, 19. August 2010

Name?

Dings © Harri Brill 2010
Gestern, verspätete Mittagspause beim Inder um die Ecke. Ich sitze als einziger der wenigen Gäste draußen unter einem der zwei großen Sonnenschirme. Alle Plätze im Freien sind überdacht, denn zwischen den beiden Schirmen steht eins von diesen weißen Dingern, das man hoffentlich auf der Faustskizze oben erkennen kann. Ein kurzer, heftiger Schauer kommt runter. Ich ziehe alle Teller und Schüsseln, die bei manchen indischen Restaurants zu einem Gericht gehören, näher zu mir und freue mich an meinem Platz im Trockenen, während es auf den Schirm prasselt.
Nach dem Bezahlen fragt mich der Kellner, wie man dieses Ding nennt, das weiße. Mir fällt kein Name ein. Heute steht es nicht mehr da.

Dienstag, 17. August 2010

schief und neu


"Billig kauft man zwei Mal", fiel mir ein, als letztens eine neue Zahnbürste fällig wurde. Auf dem Bild ist meine Neuerwerbung zu sehen, im Sinne der Bloghygiene hier natürlich noch unbenutzt. Eine Oral B Pro-Expert CrossAction, ziemlich genau doppelt so teuer wie ein durchschnittliches Wald- und Wiesenmodell mit einem halb so langen und lächerlichen Namen.
Aber der Einsatz hat sich gelohnt. Ich benutze sie jetzt seit einer Woche und bin sehr zufrieden, auch wenn der Kopf mit den Borsten wie die Frisur eines Manga-Fußballers bei Rückenwind aussieht.

Sonntag, 8. August 2010

Seifenkistenrennen


Vor ungefähr sechs Wochen fand am Mehringdamm das jährliche Seifenkistenrennen statt, am gleichen Tag wie das Bergmannstraßenfest gleich um die Ecke. Während beim Rennen fast mehr THW-Helfer an der Strecke waren als Zuschauer, platzte die Bergmannstraße vor Besuchern aus den Nähten. Kann man den konsumfreudigen Flaneuren nicht unbedingt verübeln, denn so ein Seifenkistenrennen ist für Außenstehende nur mäßig spannend. Die Bastler der Rennvehikel, ihre Piloten (Kinder und Jugendliche) und deren Angehörige hatten wahrscheinlich sehr viel mehr Spaß an der Sache. Sehr ausführliche Information zu diesem Sport bietet Wikipedia hier.

Sonntag, 1. August 2010

Grübchen II


Eher schon um Gruben handelt es sich bei diesen Golfball-Dellen der Innenverkleidung einer Kühlschranktür. Ich vermute, die guten alten Dimples sind nicht wegen der Isolierung dort zu finden, sondern um der großen Kunststoffläche trotz geringer Materialdicke Stabilität zu geben.
 
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