Donnerstag, 5. Dezember 2013

Kartengrüße

Postkartenset © Harri Brill 2013


Sah aus wie ein guter Stapel unbeschriebener Weihnachtskarten, am Tisch dahinten. Da krempelte jemand im übertragenen Sinne die Ärmel hoch, um einen Schwung Grüße zu verfassen. Man möchte ja auch nicht jedem die gleichen Floskeln schreiben. 
Bei meinen Verwandten und Freunden ist die Grußkarte zu Weihnachten in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen. Immerhin landet noch die eine oder andere schöne Postkarte zu anderen Anlässen im Briefkasten.
Der Stapel Karten, der im selben Augenblick auf meinem eigenen Tisch im Karstadt-Restaurant lag, ist zwar auch für Weihnachten, aber ich werde ihn nicht verschicken, sondern Hans B. persönlich übergeben. Historische Fotos aus seiner Kreuzberger Ecke. Hoffentlich liest er das nicht schon vorher.

Montag, 11. November 2013

Laternenfest

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for Bonn's two brightest  © Harri Brill 2011

Englisches World-War-I-Design vom St. Martins College mit schöner London-Underground-Typo, oder weltgewandter Werbespruch aus DDR-Produktion?
Auf Wiki wird BAT als ostdeutscher Hersteller von Petroleumlampen identifiziert. Mehr Info gibt es dort nicht. Auf dem Tank steht: BAT Nr. 158 und Made in GDR.

Samstag, 9. November 2013

Feuer

mein Feuerzeug  © 2013 Harri Brill

Erst wollte ich Euch im Unklaren lassen. Im Bild nur das Feuerzeug. Ohne den Maßstab der Zigarette. Ich konnte beobachten, wie Tischnachbarn vor der Benutzung dieses Feuerzeuges zurückschreckten, weil sich ihnen die richtige Betätigung nicht sofort erschloss.
Noch zu Schulzeiten besaß der Freund OB das gleiche Gerät in Mattschwarz. Muss über dreißig Jahre her sein. Wenig später kauften meine Mutter und ich bei Karstadt eine ebenfalls mattschwarze Version für meinen Schwager AK. Nie hat mich der Gedanke an dieses Feuerzeug losgelassen, obwohl ich immer schöne andere in Benutzung hatte. Vor vier oder fünf Wochen dann, an einem Flohmarktstand am hiesigen Maybachufer kam es in mein Leben zurück. Mit Original-Schatulle, aber in der abgebildeten Chromversion. Kurze Preisverhandlung, keine Emotionen zeigen. Bringt nichts, wenn das Ding nicht funktioniert.
Es funktioniert!

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Baustelle

Wegen technischer Probleme klemmt's hier zur Zeit leider.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Grafik im Raum

Poller in Arrecife © Harri Brill 2013
Rechts der Comic-Laden, links der Schatten an der Wand. Fand das Foto zuerst zu unklar, um die Gestaltung dieses Pollers zu zeigen. Das Ding selbst ist nicht mehr als eine massenhaft in die Stadt gepflanzte 2D-Zeichnung. Einziges Zugeständnis an den Raum gibt die Dicke des Bleches. Musste an einen gelungenen, und außerdem funktionierenden Entwurf des Kollegen PW denken, als ich beim Verlassen des Comic-Ladens zurück in die blendende Helligkeit dieser Straße in Arrecife, Lanzarote, trat. Die Musik dazu habe ich einige Meter vorher in CD-Form gekauft: Entweder Elvis Costellos wunderbare "This Years's Modell" mit doofen Unveröffentlichten, aber dafür einem erhellenden Text von E.C. selbst, dafür leider ohne "Watching The Detectives" (Vinyl rules!), oder "Kylie Boombox".

Mittwoch, 25. September 2013

neue Empfehlung

während ich das produktesein-Makro auf den naheliegenden Gegenständen hatte, fischte sich Hannah die größeren Brocken. Nicht nur für Lanzarote sehenswert: Hannah Pe Photography

Samstag, 21. September 2013

kommen und bleiben

 Wirtschaft La Lonja, Puerto del Carmen © Harri Brill 2013
Taxistation, Fischladen, Tapas-Bar, Restaurant. Drei von diesen Kühlvitrinen auf dem umlaufenden Tresen verteilt, voll mit umwerfenden Tapas. Ab zweitem Besuch Begrüßung per Handschlag.

Donnerstag, 12. September 2013

noch Sand in den Schuhen


 Strandpolizei © Harri Brill 2013

Letzte Woche Mittwoch amüsierten sich die Badegäste an der Playa Famara auf Lanzarote unter dem wachsamen Auge der berittenen Exekutive. Schönen Gruß an I. und H.!

Samstag, 13. Juli 2013

cream tea!


Katie's Blue Ashtray © Harri Brill 2011

An dem Tag, an dem hier der zehntausendste quäkende Musikbettler mit Wasserbomben aus den oberen Etagen gefeiert wurde, entdeckte ich etwas Erfreuliches in Katie's Blue Cat Café in der Friedelstraße: Es gibt dort jetzt alles, was zu einem korrekten südwestenglischen cream tea gehört; Scones, Clotted Cream und Erdbeermarmelade.

Donnerstag, 20. Juni 2013

"...the Key to My Desire..." *

Hotelschlüssel © Harri Brill 2013

...ist das nicht. Aber wie Lemmy Kilmister oder Udo Lindenberg in einem Hotel leben? Kommt auf das Hotel an. Selten so draußen und drinnen gleichzeitig gewesen, wie in dieser Unterkunft in einer kleinen Stadt in Sachsen. Draußen über 30 Grad, sichtbare Zeichen der Flut bei Dresden, und ich bin auf Dienstreise.
Drinnen professionell verlegter Teppichboden mit senkrechter Scheuerkante, die üblichen rätselhaften zwei Fernbedienungen für TV und Receiver und ein Minimum von Tisch und Stuhl in Buchenoptik. Die Chefin halb so alt wie Madonna, dafür mit doppeltem Glamour-Faktor und goldenem Herzen. Umwerfendes Frühstück. Doch meine Tage in diesem speziellen Hotel sind eigentlich eine andere Geschichte.
Viele Hotels reichen dem Gast inzwischen eine Chipkarte als Schlüssel über den Tresen. Der Archetyp des Zimmerschlüssels kommt ins Museum.
Warum hat der Anhänger diese Gestalt? Kann er nicht durch Gullys fallen, lässt er sich gut an extra angefertigten Schlüsselbrettern aufhängen?

*Wetterbericht: © Bad Company - Burning Sky

Montag, 10. Juni 2013

geflogenes Sitzen

In Bat's Arms - Foto © vermutlich Löbl, Bad Tölz, ca. 1955

Das erste Mal, dass ich mir vorstellen konnte, Hausmeister zu sein, für eine kurze Zeit.
In der Amerika-Gedenkbibliothek stand Mitte der Neunziger in der Abteilung Kunst und Design dieser Sessel rum. Zur Benutzung für Besucher. Der Sessel der Bibliothek hatte im Gegensatz zum abgebildeten eine Sitzfläche aus Leder, und außer mir saß nie jemand darin; von anmutigen Tänzerinnen ganz zu schweigen.
Perlen vor die Säue also.
In der Maskerade eines Hausmeisters müsste man das Ding doch hier rauskriegen, fantasierte ich. Aber nur kurz, wie gesagt. Man muss ja nicht alles haben. Einfach nur stehen lassen und ab und zu besuchen gehen. Steht nur leider schon lange nicht mehr da, der Sessel.
Ist immernoch ein Favorit. Von meiner Habgier übrig blieb eine eigenartige Geheimniskrämerei um meine Favoriten, die ich hiermit ein weiteres Mal zu therapieren versuche. Aber Einzelheiten über den Sessel könnt Ihr selbst herausfinden.

Musik dazu: Prince - Electric Chair

Dienstag, 4. Juni 2013

Javiers Katze


Javiers Katze © Harri Brill 2013

Vor dem Café Einstern in der Prenzlauer Allee steht seit Jahren dieser Kinderstuhl von Javier Mariscal. Das Möbelstück zeigt unverkennbare Verwandtschaft zu Marsicals Olympia-Mascottchen Cobi, für Barcelona 1992.
 
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